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Sterben der Haupt- und Mittelschulen - Selbsterfüllende Prophezeiung

Veröffentlicht von Administrator (Freudenstein) am 07.10.2011
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„Wenn Politiker und Vertreter eines großen Lehrerverbandes die Mittelschule buchstäblich totreden, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn auf Grund der demografischen Entwicklung und vor allem mangels Akzeptanz in der Bevölkerung tatsächlich ein großes Mittelschulsterben in den nächsten Jahren stattfinden wird,“ mahnt Ursula Lay, Landesvorsitzende der KEG in Bayern.

Dabei sei es nun wirklich einmal an der Zeit, an die Schülerinnen und Schüler in den Haupt- und Mittelschulen zu denken (immerhin noch fast 30% in Bayern), die an dieser Schulart entsprechend ihrer praktischen Begabung unterrichtet werden. Ebenso müssten die Lehrkräfte für ihr außerordentliches Engagement an den Haupt- und Mittelschulen in der Öffentlichkeit gelobt und ihre geleistete pädagogische Arbeit gewürdigt werden. Dann würde wahrscheinlich auch die Akzeptanz dieser Schulart bei Eltern wieder steigen. Für diese sei es nämlich schwierig, der Mittelschule Vertrauen entgegenzubringen, wenn Politiker und Verbandsvertreter selbst nur negative Äußerungen für diese Schulart übrig haben, die Mittelschule als Auslaufmodell betrachten und ein Horror-Szenario entwickeln.

„Glaubt man denn wirklich das allein Seeligmachende ist ein zweigliedriges Schulsystem oder die Gemeinschaftsschule?“, so die Landesvorsitzende weiter. Wollen wir unseren hohen Bildungsstandard in Bayern wirklich aufgeben? Vergleiche mit anderen Bundesländern, die die Gemeinschaftsschule eingeführt haben, zeigen, dass Schüler dieser Bundesländer beim Erreichen der Bildungsstandards ein bis drei Jahre hinter den Leistungen der bayerischen Schülern liegen. Was nützt es, wenn alle einen Schulabschluss schaffen und dann auf der Straße stehen, weil sie den Anforderungen der Arbeitswelt nicht gewachsen sind?

„Unsere Haupt- und Mittelschulen bereiten die Schüler und Schülerinnen bestens entsprechend ihren Begabungen auf die späteren Berufe vor. Die KEG setzt sich deshalb auch weiterhin für eine Weiterentwicklung des gegliederten Schulsystems ein“, betonte die Landesvorsitzende.


Zuletzt geändert am: 07.10.2011

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